Impressionen von der Rädli 2022

Fiestas Navideñas 2021

Mit einiger Verzögerung haben Ende Januar 2022 endlich die Weihnachtsfeiern in San Carlos stattgefunden!

Mit der Hilfe des Vereins ASODELCO in San Carlos konnte auch für Weihnachten 2021 wieder ermöglicht werden, in Papaturro und San Carlos Weihnachtsfeiern zu finanzieren und durchzuführen. In diesem Jahr profitierten etwa 200 Familien mit insgesamt über 250 Kindern vom Projekt, das der Verein mit knapp 6000 USD realisierte.

Alle Familien erhielten sogenannte „canastas básicas“, also Lebensmittelkörbe mit grundlegenden Gütern wie Reis, Öl, Zucker, Toilettenpapier, etc. Darüber hinaus bekam jedes Kind ein eigenes Geschenk, z.B. Schulranzen, Stifte, Brettspiele u.v.m. Organisiert wurde das ganze von zwei tollen Teams um Aillen Mejía in Papaturro und Luis Orozco in San Carlos.

ASODELCO hat ein wunderbares Video mit Aussagen aller Beteiligten erstellt:

Akteur*innen der Städtepartnerschaft

Um die beteiligten innerhalb der Städtepartnerschaft zwischen Erlangen und San Carlos aber auch der Städtepartnerschaft zwischen Nürnberg und San Carlos verständlich darzustellen, hat sich Heidi Kuhles die Arbeit gemacht, eine ausführliche Liste zu erarbeiten und zusammen zu stellen: PDF (<1MB). Dieses Dokument listet dabei nicht nur die wichtigsten Akteur*innen der beiden Städtepartnerschaften auf, sondern auch Projekte, die bereits seit mehreren bzw. sogar vielen Jahren im Zuge der beiden Städtepartnerschaften unterstützt werden, weswegen ein enges Band besteht.

Die Liste wurde von Heidi Kuhles in Zusammenarbeit mit den genannten Akteur*innen erstellt.

Neues aus dem Krankenhaus San Carlos

Fiesta für San Carlos – Feiern für einen guten Zweck

Jedes Jahr im November findet unsere Fiesta für San Carlos statt – jedes Jahr ein voller Erfolg!

Reisetipps

Fahrt mit einem Leihwagen

Nach unserer letzten Reise nach Nicaragua und San Carlos ein paar ganz aktuelle Tips zum Thema Reisen mit dem eigenen (geliehenen) Wagen:

Eine Fahrt mit dem selbstgesteuerten Wagen ist einfacher als man denkt – vorausgesetzt man hat ein Smartphone mit Nicaragua Simkarte bei sich. Zur Navigation eignet sich in weiten Teilen am besten Google Maps. Ausgerechnet in San Carlos taugt Google Maps dann weniger – hier sollte man bei Open Streetmaps bzw. OsmAnd die kostenlose Karten für Nicaragua laden, die sogar offline, d.h. ohne Internetzugriff funktionieren.

Die Simkarte erhält man sehr preiswert bei einem der zahlreichen Vertretungen von TIGO oder CLARO. Für 4 Wochen mit zahlreichen Telefonaten und 1-3 GByte Internetzugriff waren jetzt ca 10 USD fällig (2013, 2021 immer noch so).

Mit diesen Hilfsmitteln macht das Fahren Spass, solange man auf geteerten Straßen bleibt. In der Regel sind das die bei Google Maps gelb markierten Straßen; das trifft jedoch nicht immer zu. Ohne Navi bzw. ohne ortskundigen Fahrer ist man allerdings hilflos. Straßenschilder oder gar Wegweiser sind Mangelware bzw. oft sehr spät erst aufgestellt (etwa 10 Meter vor der Kreuzung) und nicht gesammelt auf einem Schild.

Seit 2021 gibt es eine neue Straße, die die Fahrtzeiten aus verschiedenen Städten nach San Carlos deutlich reduzieren, ein eigenes Auto kann die Fahrtzeiten also mehr als Halbieren, v.a. im Gegensatz zur Fahrt mit den öffentlichen Überlandbussen.

Die Spritpreise werden deutlich teurer, je weiter man sich von Managua entfernt. In San Carlos können die Preise schon mal 20% teurer sein als in Managua.

(urprünglicher Text von Holger mit Aktualisierungen von Ruth)

Bericht von ARETE

Die albergue von ARETE versorgt und unterstützt zahlreiche Frauen aus dem gesamten departamento Río San Juan, die Opfer psychischer, physischer oder finanzieller Gewalt geworden sind (zuletzt wurden in der albergue pro Monat zwischen 30 und 50 Personen aufgenommen). Dabei wird den Frauen und ihren Kindern in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und dem nicaraguanischen Familienministerium ein Dach über dem Kopf sowie psychische Unterstützung als auch Begleitung beim Klageweg geboten. Das Frauenhaus ist chronisch unterfinanziert, weil die eigenen Tätigkeiten wie zu erwarten keine Einnahmen generieren. Daher ist die von Freundeskreis nun beschlossene regelmäßige Unterstützung ein besonders wertvoller Beitrag, um die Beratung von Opfern häuslicher Gewalt in Río San Juan sicherzustellen. Zur Teilfinanzierung und für größtmöglichen Beistand für betroffene Frauen ruft die Fundación immer wieder neue kreative Projekte ins Leben. So entstand 2019 durch finanzielle Unterstützung über Bengo (BMZ) etwa das Kakaoprojekt zur eigenen Unabhängigkeit, bei dem Frauen bei ihrem Weg zurück ins Leben unterstützt und beim Aufbau einer eigenen Einnahmequelle betreut werden. Die Kurse schließen an einen Aufenthalt im Frauenhaus an und lehren Grundlagen zum Anbau von Kakaopflanzen und Gemüse sowie über die weitere Verarbeitung. Sie haben nicht nur bei den Frauen selbst großen Anklang gefunden, sondern erfreuen sich mit bis zu 120 Teilnehmenden in der gesamten ländlichen Region großer Beliebtheit und sind somit ein großer Erfolg.


Psychologische Beratung in den Dörfern


Ernte von roten Bohnen im Kakaoprojekt

Ungeachtet dieses Erfolges wurde ARETE mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert: 2020 ist die Gründerin und Präsidentin der Fundación, Hilde Düvel, überraschend verstorben; ein großer Verlust für die Organisation und für die Mitarbeitenden der Tod der geliebten Chefin und Freundin. Die zuvor stellvertretende Präsidentin Velia Hernandez sah sich einigen organisatorischen Hürden konfrontiert, welche die Arbeit für einige Monate lähmten. Mit der offiziellen und nach Satzung formal korrekten Bestätigung Velias als neue Vorsitzende sowie der Anerkennung durch das entsprechende Ministerium sollten diese Schwierigkeiten jedoch ein Ende gefunden haben.  Darüber hinaus sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie auch in San Carlos nicht spurlos vorbei gegangen. Die Fundación reagierte im November 2020 auf das nun auch in Nicaragua größer werdende Covid-Risiko, indem die persönlichen Besuche der Sozialarbeiterin & Psychologin in den Dörfern bei betroffenen Frauen auf telefonische Beratung umgestellt wurden. Hygienemaßnahmen und Maskenverwendung wurden und werden im Frauenhaus und bei den Mitarbeitenden besonders forciert. Weil eine erhöhte Fallzahl an häuslicher Gewalt wahrgenommen wird, versucht ARETE mittlerweile, die Beratung in seiner etablierten Form aufrecht zu erhalten und somit die Betreuung Betroffener zu garantieren.

Die Unterstützung durch den Städtepartnerschaftsverein und den Freundeskreises Eine Welt bedeutet dem Vorstand der Fundación enorm viel – ich kann hier die Vielzahl der mir übermittelten Dankeschöns gar nicht richtig in Worte fassen. Daher einfach ein schlichtes, aber herzliches muchas gracias!

Bericht erstellt von Ruth basierend auf Informationen von Velia Hernandez & Lidieth Arana aus dem Vorstand der Fundación San Lucas

Unterkünfte in San Carlos – Zusammenstellung aus dem Jahr 2010

Dieses Verzeichnis von Unterkünften in San Carlos wurde erstellt im Frühjahr 2010 im Rahmen eines Praktikums beim Bürgermeister- und Presseamt der Stadt Erlangen (15.9.2009 – 30.4.2010) und versteht sich als Hilfestellung für Reisende. Die Fotos entstanden während zweier längerer Aufenthalte in San Carlos (10 Monate in 2008/09 und 2 Monate in 2009/10). Die Informationen stammen von den Unterkünften selbst (Stand: Januar 2010), ausgenommen natürlich die Hinweise unter „Wichtig“ und „Extras“. Die Fotos von den Hotels wurden im Januar 2010 aufgenommen. mehr… (pdf, 2.2 MB).


(Esther Kuhles)

Ein stilles Jubiläum

Dieses Jahr besteht die Städtepartnerschaft Erlangen-San Carlos 30 Jahre.

Aber das Jahr 2020 ist kein normales Jahr, es ist das Jahr des „Eigentlich“

Eigentlich wollten wir wie jedes Jahr am 1. Mai mit einem Stand bei der Rädli über unsere Partnerschaft informieren und nicaraguanisches Essen und Kunsthandwerk anbieten

Eigentlich sollten im August Jugendliche aus Erlangen und Nürnberg zum Jugendaustausch nach San Carlos reisen.

Eigentlich wollten wir zur Feier des Tags der Demokratie am 2.10. die Band Ximena, eine Gruppe von Musikern aus San Carlos, ins E-Werk einladen

Eigentlich wollte eine Erlanger Delegation im Oktober nach San Carlos reisen und dort zusammen mit den Freunden das Jubiläum feiern

Eigentlich wollten wir am 21.11. zum 16. Mal unsere Fiesta für San Carlos im E-Werk mit Musik, Tanz und nicaraguanischem Essen und Trinken veranstalten

Eigentlich wollten wir zumindest eine Ersatzveranstaltung am 21.11. eine Sta(d)tt Fiesta mit Musik, Beiträgen der nicaraguanischen Jugendlichen und Videobotschaften aus San Carlos und Erlangen anbieten

Eigentlich wollten wir am 25.11. eine Veranstaltung mit Grupo Sal und Patricia Gualinga aus Ecuador mitveranstalten

Eigentlich wollten wir wieder am 1. Advent einen Stand am Frauenauracher Adventsmarkt haben

Eigentlich wollten wir uns wieder mit einem Stand beim Altstädter Weihnachtsmarkt beteiligen

Eigentlich wollten wir wieder zusammen mit dem Dritte Welt Laden für einige Tage einen Ehrenamtsstand an der Waldweihnacht haben (da besteht noch ein Fünkchen Hoffnung)

Und eigentlich wollten wir auch im Frühjahr 2021 wieder ein Benefizkonzert veranstalten…

Trotz all der vielen „Eigentlichs“gab es aber auch „Trotzdems“…

Trotzdem haben wir weiterhin Projekte in San Carlos finanziert

Trotzdem mit Groningen und Nürnberg zusammen Schwimmkurse für Kinder unterstützt

Trotzdem das Fußballteam Erlangen Jr. unterstützt

Trotzdem die Anschaffung von Schutzkleidung und OP Kleidung für das medizinische Personal im Krankenhaus ermöglicht

Trotzdem die Anschaffung von Mund-und Nasenbedeckung für die Bevölkerung möglich gemacht

Trotzdem das Halbjahresgehalt für die Psychologin und Sozialpädagogin beim Frauenhaus Arete übernommen, damit nach dem Tod von Hilde Düvel der Fortbestand von Arete gesichert ist  und planen trotzdem wie jedes Jahr Weihnachtsfeiern in ärmeren Stadtteilen von San Carlos zu finanzieren, bei denen Geschenke für Kinder und auch Basiswarenkörbe mit Reis, Bohnen, Öl und anderen Lebensmittel überreicht werden

……

Dies ist ein kleiner Ausschnitt, was der Städtepartnerschaftsverein in den 9 Jahren seines Bestehens regelmäßig veranstaltet hat und ein Teil der Projekte von diesem Jahr

Aber wie fing es eigentlich an?

Es gab bereits 5 Jahre früher eine Städtepartnerschaft zwischen Nürnberg und San Carlos. Die Erlanger SPD regte die Unterstützung dieser Partnerschaft an, 1989 beschloss der Erlanger Stadtrat der Partnerschaft beizutreten. 1990 wurde der Partnerschaftsvertrag von Dr. Dietmar Hahlweg, der damaligen Bürgermeisterin von San Carlos Gloria Guevara Silva und Dr. Peter Schönlein unterzeichnet.

Zunächst gab es nicht viele Aktivitäten und Kontakte. 2005 fand zum ersten Mal das Treffen der europäischen Partnerstädte von San Carlos in Erlangen statt. 2006 war San Carlos Schwerpunktthema der Erlanger Agenda 21.

Ab diesem Zeitpunkt gab es unzählige Aktionen der Erlanger Stadtgesellschaft.

2007 trafen sich die Akteure der Partnerschaft, wie z.B. Parteien, ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen), Gewerkschaften, Dritte Welt Laden, Künstler, Vertreter der Stadt Erlangen und andere Interessierte und gründeten den Runden Tisch San Carlos und die Schulplattform Bandena (Band der Nationen) entstand.

Schon früh kristallisierten sich als Schwerpunkte die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der Wassersituation, die Unterstützung der Schulen und damit der Situation von Kindern und die Prävention von Gewalt gegen Frauen heraus.

Jugendliche reisten für ein freiwilliges soziales Jahr nach San Carlos und arbeiteten dort an Projekten, z.B. bei Arete, einem Frauenhausprojekt, mit. Gegründet und gefördert wurde es von Hilde Düvel, die aber leider dieses Jahr im Juni vollkommen überraschend verstorben ist. Aber auch Jugendliche aus San Carlos arbeiteten und arbeiten in einem freiwilligen sozialen Jahr in Erlangen bei Projekten mit.

2011 fand eine Fachreise einer Erlanger Delegation nach San Carlos statt, danach gründete sich auf Initiative von Dr. Hildegard Jurisch der Städtepartnerschaftsverein Erlangen-San Carlos. Nach einer ersten Bürgerreise 2010 fanden seit 2011 mehrere Bürgerreisen nach San Carlos und Nicaragua statt, damals organisiert vom Mitbegründer und ehemaligen Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Günther Grosch, der leider im Juni 2018 verstorben ist.

Sobald es wieder möglich sein wird, werden weitere Bürgerreisen angeboten.

Es gab in den folgenden Jahren viele Aktivitäten, viele kreative Ideen von Erlanger Bürgern, Vereinen, Parteien, Schulen, den Kirchengemeinden, der Stadt Erlangen und vieler anderer Institutionen. Auf der Internetseite der Stadt Erlangen ist die Chronologie der letzten 30 Jahre nachzulesen.

Der Städtepartnerschaftsverein ist auch auf Instagramm zu finden.

In Kürze wird auch die Facebookseite live gehen.

Wir hoffen sehr, dass wir im nächsten Jahr die Feiern zum Jubiläum der Partnerschaft und dann auch zum 10-jährigen Bestehen des Vereins laut und fröhlich nachholen können.

Gemeinsamer Spendenaufruf